Beinhaus bei der St.-Jakobs-Kirche

In Bezug auf die Anzahl der gefundenen Überreste ist es das zweitgrößte in Europa, gleich nach dem Pariser

Das Beinhaus, das Sie unter der St.-Jakobs-Kirche finden, ist ein pietätvoller Ort mit mystischer Atmosphäre. Es diente zur Aufbewahrung von Skelettresten aus Gräbern, in denen dann andere Menschen beerdigt werden konnten.

Nachtführungen in Beinhaus
jeden Ferienfreitag
Beinhaus bei der St.-Jakobs-Kirche
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Kontakt und Adresse

Öffnungszeiten

23.12.-26.12. geschlossen

27.12-29.12.      9:30-18:00

30.12. geschlossen 

31.12.                 9:30-15:00

Eintrittspreise

Kasse und Reservierung

Die Eintrittskarten können vor Ort gekauft werden. Die Bezahlung ist in bar und mit Zahlungskarte möglich. Karten für ausgewählte Termine können online erworben werden (mindestens einen Tag im Voraus). Sie können Ihre Karten auch im Voraus unter der Telefonnummer +420 725 518 113 oder unter kostnice@ticbrno.cz reservieren. Für Gruppen von 6 oder mehr Personen ist eine Reservierung erforderlich.

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Je mehr Sie von dem Brünner Untergrund an einem Tag besuchen, desto mehr sparen Sie! Kommen Sie und besichtigen Sie das Labyrinth unter dem Gemüsemarkt, die Ossuarie bei St. Jakob, den Keller unter dem Neuen Rathaus und die Wasserreservoirs am Gelben Berg. Oder wählen Sie eine beliebige Kombination dieser Orte. Ermäßigten Eintritt erhalten Sie immer an der Kasse.
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Eine vergessene Begräbnisstätte

Die Zahl der hier Bestatteten wird auf über 50 Tausend geschätzt. Der Friedhof bei der St.-Jakobs-Kirche (kostel sv. Jakuba) auf dem heutigen Jakobsplatz (Jakubské náměstí) existierte bereits Anfang des 13. Jahrhunderts. Ebenso wie weitere Stadtfriedhöfe wurde er innerhalb der Stadtmauern errichtet, was eine spätere Erweiterung verhinderte. Die Kapazität war bald nicht mehr ausreichend, weshalb ein Austauschsystem für Bestattungen eingeführt wurde: nach Ablauf von zehn bis zwölf Jahren nach der Beerdigung wurde das Grab geöffnet, die Überreste entnommen und an derselben Stelle ein weiterer Verstorbener beigesetzt.

Der Inhalt der ursprünglichen Gräber wurde in spezielle unterirdische Objekte übersiedelt – in Ossarien oder Beinhäuser. Deren schnelle Überfüllung ist auch auf die häufigen Pest- und Choleraepidemien zurückzuführen, welche die Stadtbevölkerung buchstäblich dezimierte. Die Josephinischen Reformen führten 1784 zur Aufhebung der kirchlichen Friedhöfe aus hygienischen Gründen. Die Überreste aus den Gräbern wurden in der Krypta platziert, die Friedhofsmauer abgerissen, der Platz um die Kirche herum mit den überflüssigen Grabsteinen gepflastert und das Beinhaus geriet langsam in Vergessenheit.

Heute ist das Beinhaus bei der St.-Jakobs-Kirche eine Touristenattraktion und zugleich ein Ort des Gedenkens. Die Besichtigung wird durch die eigens für diesen Raum komponierte Musik des Brünner Komponisten Miloš Štědroň ergänzt.